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Der Elementarbereich

Bereits im Elementarbereich als erster Bildungsinstanz fallen hoch begabte und besonders begabte Kinder auf. Statistisch gesehen gelten 2 Prozent der Kinder eines jeweiligen Jahrgangs als hoch begabt, 13 Prozent als besonders begabt.

Im Alter von 3 - 6 Jahren werden die Kinder auf der Grundlage des - für die Elementarpädagogik bezeichnenden - ganzheitlichen Bildungsansatzes gefördert. Besondere und hohe Begabungen finden wir nicht - wie oft fälschlicherweise angenommen - ausschließlich im kognitiven, intellektuellen Bereich, sondern gleichermaßen auf dem Gebiet z.B. der sozialen Interaktionsfähigkeit, sprachlicher Kompetenzen, künstlerischer Talente im Bereich von Psychomotorik oder/und philosophischer Wissbegier. Durch den ganzheitlichen Bildungsansatz ist der Elementarbereich, rechtlich verankert im GTK (Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder in Nordrhein-Westfalen) §2 und der Bildungsvereinbarung NRW, geradezu prädestiniert, besonders begabte und hoch begabte Kinder frühzeitig zu identifizieren, entsprechend zu fördern und dabei den Übergang in die Grundschule kompetent mit zu gestalten.

Im Jahr 2003 wurde zur Identifizierung hoch begabter und besonders begabter Kinder im Elementarbereich ein Fragebogen für ErzieherInnen sowie jeweils ein Fragebogen für Eltern und für Kinder entwickelt. Autorinnen dieser Fragebögen sind Frau Dr. Uta Lederle-Schenk, Frau Inge Loisch, Frau Inge Quentin und Frau Heidi Schaar.
In 2003 und 2004 wurden diese Fragebögen in Kindertageseinrichtungen erprobt und liegen mittlerweile in der überarbeiteten Endversion vor.
Bereits in der Erprobungsphase wurde die außerordentlich positive Resonanz der beteiligten ErzieherInnen auf die Hilfestellungen und die Fragebögen deutlich. Eine auf der Grundlage der Fragebögen gezieltere Förderung der hoch begabten und besonders begabten Kinder hat häufig nicht nur für das betreffende Kind und seine Familie Vorteile, sondern die gesamte Kindergruppe profitiert oft ebenfalls davon.

Die berufsbegleitende, kontinuierliche Fortbildung ist für ErzieherInnen eine grundlegende Säule ihrer Arbeit. ErzieherInnen zu sensibilisieren und fortzubilden, um hoch begabte und besonders begabte Kinder zu identifizieren und sie sowie ihre Familie unterstützen zu können, ist eine vordringliche Aufgabe, die das Aachener Modell und insbesondere hier die Bürgerstiftung für den Region Aachen verfolgt.


Fortbildungsveranstaltungen für ErzieherInnen im Rahmen des Aachener Modellprojektes:

Anfang des Jahres 2004 fand mit Unterstützung der Bürgerstiftung für die Region Aachen im Rahmen des Aachener Modells am 20.01.2004 sowie 22.01.2004 je ein Fortbildungstag für die Erzieherinnen der Kindertageseinrichtungen statt, die im Einzugsgebiet der Modellgrundschulen liegen. Das Thema der Veranstaltungen lautete “Die frühe Förderung hoch begabter und besonders begabter Kinder im Vorschulbereich” , durchgeführt von Frau Hanna Vock vom “Institut für die Förderung hoch begabter Vorschulkinder”, Bonn.
Die beiden Fortbildungstage wurden von den Mitarbeiterinnen der Kindertageseinrichtungen sehr positiv aufgenommen. Die Teilnehmerinnen waren dankbar für diese Unterstützung und baten um eine thematische Weiterführung der Fortbildungsveranstaltung mit Frau Vock in der Zukunft.

Ein weiteres Fortbildungsangebot für den Elementarbereich konnte - ebenfalls mit Unterstützung der Bürgerstiftung - am 12.02.2004 durchgeführt werden. Frau Prof. Dr. Gisela Lück von der Universität Bielefeld, Institut für Didaktik der Chemie, hielt einen ganz hervorragenden Vortrag zum Thema “Naturwissenschaftliche Bildung in Kindertageseinrichtunge” und demonstrierte im Anschluss an den Vortrag entsprechende Experimente. 190 TeilnehmerInnen aus dem elementarpädagogischen Bereich in Stadt und Kreis Aachen nahmen diese Veranstaltung begeistert auf.

Am 19.01.2005 fand als Fortsetzung der Fortbildung “Frühe Förderung hoch begabter Kinder in Kindertageseinrichtungen” im Jahr 2004 die eintägige Fortbildungsveranstaltung “Besonderheiten in der Sozialentwicklung hoch begabter Kindergartenkinder” statt zur Frage: Wie können Kinder unterstützt werden, eine hohe soziale Kompetenz zu erreichen, ohne dass sie auf die freie Entfaltung ihrer besonderen Begabungen verzichten?

 

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