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Zielsetzung

Das Aachener Modell hat die folgenden Ziele und Kennzeichen:

  • Frühe Förderung: Die Förderung beginnt im Gegensatz zu sonstigen Hochbegabten-Projekten sehr früh, nämlich bereits in der Grundschule, vorzeitige Einschulungen sind im Konzept mit eingeplant.

  • Sensibilisierung vor Schuleintritt: Die Berücksichtigung der Schnittstelle von Kindergärten und Grundschulen ist zentraler Baustein des Modells: Eltern, Erzieher/innen und Grundschullehrer/innen werden in der aktuellen Startphase des Projektes für die Diagnose hochbegabter Kinder sensibilisiert.

  • Individuelle Förderung an Modellschulen: In sechs Grundschulen (GS Am Höfling, KGS Kornelimünster, Montessorischule Reumontstraße, GGS Herzogenrath-Pannesheide, Don-Bosco-Schule Eschweiler und GGS Würselen-Morsbach) werden verschiedene, bewährte Formen der Hochbegabtenförderung eingesetzt. Dazu zählen vor allem Akzeleration, Individualisierung / Differenzierung sowie Enrichement. Die Schulen haben bei der Auswahl der Fördermaßnahmen, die sie in ihren Klassen einsetzen, großen Gestaltungsspielraum. Die Lehrerinnen und Lehrer wurden zu Beginn des Projektes entsprechend geschult.

  • Integration statt Ausgrenzung: Die Förderung der hochbegabten Kinder findet im wesentlichen innerhalb des Klassenverbandes statt – eine Separierung wird bewusst vermieden, vielmehr profitieren auch die anderen Kinder von einem offenen, anspruchsvollen Unterricht.

  • Außerschulische Förderung mit regionalem Schwerpunkt: Die Förderung erstreckt sich auch auf den außerschulischen Bereich – durch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen und Institutionen, insbesondere Kunst- und Musikschulen, Museen und Theatern, Sport- und anderen Vereinen. Ein regionaler Schwerpunkt entsteht durch die Kooperation mit den hiesigen Hochschulen, vor allem im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Die RWTH Aachen hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, in Kooperation mit Frau Univ.-Prof. Dr. Doris Lewalter und Frau Dipl.-Psych. Katrin Scholta, Lehr – und Forschungsgebiet Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der RWTH Aachen, für die besonders begabten Grundschüler/innen ein Lernangebote zu entwickeln.

  • Qualitätsentwicklung und Schulmanagement: Die didaktisch-methodische Gestaltung des Pilotprojektes wird als innovativer Faktor für die Begabtenförderung in der Grundschule wirken. Der Transfer der Ergebnisse leistet einen Beitrag für die Qualitätsentwicklung des Unterrichts in allen Grundschulen.

  • Know-how-Transfer durch schulische Netzwerke: Die Modellschulen lernen voneinander, unterstützen sich und stimmen ihre Angebote aufeinander ab. Sie bilden vor Ort ein Subnetz, das dem "Netzwerk innovativer Schulen in Deutschland" bei der Bertelsmann Stiftung angehört. Ziel dieses Know-how-Transfers ist es, dass immer mehr Grundschulen in Stadt und Kreis Aachen in der Lage sein werden, ihre hoch begabten Kinder in ihrer Schule angemessen zu fördern.

  • Wissenschaftliche Bewertung: Das "Aachener Modell" erfährt eine wissenschaftliche Begleitung: eine empirische Beobachtungsreihe der geförderten Kinder über ihre gesamte Grundschulzeit ist vorgesehen (z. B. Untersuchung hinsichtlich der Motivation und Schulleistung). Sie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Lehrerbildungszentrum der RWTH Aachen (Prof. Michelsen, Prof. Lewalter).

  • Kooperation der Projektpartner: Das auf vier Jahre angelegte "Aachener Modell" ist ein Kooperationsprojekt, das gemeinsam von Stadt und Kreis Aachen durchgeführt wird. Eine Projektgruppe, bestehend aus den Schulleiterinnen und Schulleitern der Modellschulen, der Schulaufsicht, der Schulverwaltung, dem Schulpsychologischem Dienst und Vertreterinnen des Elementarbereichs gewährleisten Projektmanagement und Transfer zu den anderen Schulen. Kooperationspartner sind die Bertelsmann Stiftung mit beratender Funktion und die Bürgerstiftung für die Region Aachen, die operativ unterstützt und das Projekt – gemeinsam mit dem Jugendförderungwerk und Kulturstiftung der Sparkasse Aachen - finanziell ermöglicht.

Projektablauf und Zeitplanung:


Januar bis Juli 2003

Projektvorstellung in der Öffentlichkeit

Vorbereitungs- und Qualifizierungsphase


September 2003 bis
Juli 2004

Beginn der Förderung in den Schulen.
Kooperationen mit den außerschulischen Partnern, Beginn der wissenschaftl. Begleitung


September 2004 bis
Juli 2007

Fortführung des Projekts, Transfer aus den Modellschulen in die anderen Grundschulen, Aufbau von Anschlussförderung in den weiterführenden Schulen, Evaluation des Projekts

Kooperationspartner
Bertelsmann Stiftung Bürgerstiftung für die Region Aachen RWTH Aachen Stadt Aachen Kreis Aachen
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