KGS Marktschule Brand

Kurzporträt

  • Die zwei- bis dreizügige Grundschule liegt im Herzen von
    Brand, sie hat 221 Schüler/-innen und 15 Lehrer/-innen.

  • Die Schule bietet als Offene Ganztagsschule eine verlässliche,
    pädagogische Betreuung bis 16 Uhr an. Dort arbeiten
    12 Personen.

  • Die Schule trägt die Zertifikate „Klimafreundliche Schule“,
    „JutE-Schule“ , „Kooperationspartner Generationsbrücke“,
     „Partnerschule des Aachener Modells“ und beteiligt sich
    an den Projekten „Gesund macht Schule“ sowie „Schule der Zukunft“.


Slogan der Schule:
„Ein Grundstein fürs Leben“


Förderschwerpunkte im sprachlich-linguistischen Bereich

  • Individualisierte Leseförderstunde in allen Klassen, Klassenratssitzung, Schülerzeitung, Englisch-Kurse, Lesepatenschaftsprojekt

Förderschwerpunkte im logisch-mathematischen Bereich

  • Regelmäßige Knobelaufgaben, Individualisierte Aufgabenangebote mit den Klaro-Knobel- und Sachrechnen-, Kisten und den Mathestars, Erprobung von „Lernumgebungen“ für den Mathematikuntericht, Nikitin Material, Mathe-Plus-Kurse
    Robotik-Workshops, Computer-AG, Computer-Kurse des Fördervereins, Teilnahme an außerschulischer Förderung (RWTH, FH Helle Köpfe)

Förderschwerpunkte im visuell-räumlichen Bereich

  • Brückenbau-Workshops, Kunstkurs (begleitet durch das Ludwig Forum), Kunst-AG

Förderschwerpunkte im körperlich-kinästhetischen Bereich

  • Teilnahme am Opernprojekt – offenes Angebot für Kinder aller Klassen, Teilnahme an Sportfesten oder
    Bundesjugendspielen, Möglichkeit zum Erwerb des Deutschen Jugendsportabzeichens, Theater und Tanzkurs der OGS, Teilnahme an Sportwettbewerben (Fußball, Schwimmen), Bewegte Pause

Förderschwerpunkte im musikalisch-rhythmischen Bereich

  • Montagssingen Orchester und Chor-AG, Hip-Hop-Kurse

 


Förderschwerpunkte im naturalistischen Bereich

Sachunterrichtsexperimente zu verschiedenen naturalistischen Phänomenen (Schwimmen und Sinken, Luft, Strom), Einsatz des eXploregio.mobils Teilnahme am Projekt „Rolli macht Strom“ (jeweils klassenweise) als Zusatzangebot, Garten in der Kiste, Klimatag, Umweltprojekt , Außerschulische Förderung (Helle Köpfe Chemie)


Förderschwerpunkte im inter- und intrapersonellen Bereich

Klassenrat, Übernahme verschiedener Dienste für die Schule Kinderparlament, Streichtschlichterbrücke, Lesepatenschaftsprojekt, Generationsbrücke, Stille Pause



Modul: Lesepatenschaft mit benachbarten Kitas
Für ein Schuljahr werden acht bis zwölf Kinder des dritten und vierten Schuljahres ausgewählt, die über eine hohe Sozialkompetenz und gute Lese/Vorlesefähigkeiten verfügen. Zu festgelegten Terminen wird die benachbarte viergruppige Kindertagesstätte besucht. Dort lesen jeweils zwei bis drei Kinder in einer Gruppe vier bis sechs Kindergartenkindern aus thematisch festgelegten Bilderbüchern vor. Dabei schulen die Kinder ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Sozialkompetenz im Umgang mit jüngeren Kindern sowie ihre Lesefertigkeiten.
Der Lesetext wird von den Kindern gut vorbereitet, so dass die Kinder zunächst ihre Bücher kurz vorstellen können und beim Lesevortrag auf Fragen oder Kommentare der Kindergartenkinder eingehen können. Vorschulkinder der Kitas besuchen im Gegenzug die Bücherei der Marktschule und treffen dort auf die Lesepaten, die ihnen aus verschiedenen Büchern vorlesen. Sprachliche Kompetenzen der Kindergarten- und
der Schulkinder werden so gefördert, es entstehen soziale Kontakte, von denen beide Altersgruppen profitieren. Durch den regelmäßigen Besuch werden die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen beiden Institutionen weiter ausgebaut.

Modul Ateliertag:
Ein Atelier ist ein vorübergehend umfunktionierter Raum (z.B. Klassenzimmer, Turnhalle, Bücherei). Jeder Lehrer und mithelfende Eltern überlegen sich einen Workshop für ihr Atelier, der ihren persönlichen Interessen und Stärken entspricht und planen die Arbeit für eine jahrgangsübergreifende Gruppe. Dabei soll ein möglichst breites Spektrum, bei dem möglichst die neun unterschiedlichen Intelligenzen nach Gardner abgedeckt werden, angeboten werden.
An diesem Tag wird für drei Stunden die Klasseneinteilung aufgehoben und der Unterricht nach Stundenplan aufgelöst. So können die Kinder in altersheterogenen, aber interessenshomogenen Lerngruppen (= Ateliers) arbeiten. Das Kind findet Gleichgesinnte, mit denen es sich intensiv mit einem selbst gewählten Thema beschäftigen kann. Nicht nur bei besonders begabten Kindern findet der Ateliertag besondere Zustimmung, da hierbei alle Schülerinnen und Schüler orientiert an ihren Begabungen bzw. Stärken Möglichkeit erhalten, diese weiter auszubauen und sich in einem bestimmten Bereich weiterentwickeln können, wozu der reguläre Unterricht oft keine Zeit bietet. Regelmäßig einmal pro Halbjahr findet der Ateliertag mit den jeweiligen Patenstufen (1/3) sowie (2/4) statt.


Modul Bewegungs-und Entspannungskartei:
Im täglichen Unterricht kommt die vom Kollegium gemeinsam erarbeitete Kartei zum Einsatz. Vielfältige Bewegungs-und Entspannungsspiele tragen dazu bei, dass der Unterricht unterbrochen wird und die Kinder sich selbst und ihren Körper stärker wahrnehmen lernen. Die Bewegungsaufgaben und Wahrnehmungsspiele tragen dazu bei, dass die Kinder konzentrierter und motivierter lernen. Eine Achtsamkeit für den eigenen Körper, eine Entschleunigung des Unterrichts sowie Bewegungspausen fördern die Aufmerksamkeit und Motivation der Kinder und tragen dazu bei, dass der Unterricht rhythmisiert wird, so dass unsere Kinder erfolgreich und mit Freude lernen. Eine Förderung der körperlich-kinästhetischen Intelligenz kann somit in den schulischen Alltag integriert werden.


Modul Forscherstunde:
Im Unterricht der Stufen 3 und 4 findet einmal wöchentlich eine „Forscherstunde“ statt, in der die Kinder zu selbst gewählten Themen und unter zu Hilfenahme unterschiedlicher Medien (Lexika, Sachbücher, Zeitschriften der Schülerbücherei, Internet) eigene Texte, Steckbriefe, Lernplakate, Expertenvorträge, Experimente entwickeln und diese in einem Forscherheft dokumentieren. Dabei lernen sie die IIM- Methode kennen und anwenden. Die Forscherstunde ermöglicht den Kindern somit Arbeits- und Forschungsmethoden zu erproben und ihre Erkenntnisse zu dokumentieren. Diese Förder-und Fordermodul ist nicht nur dem naturalistischen Bereich zuzuordnen. Es ermöglicht den Kindern insbesondere Arbeitstechniken kennenzulernen, die für ihren weiteren Lernweg hilfreich sind.


Modul Generationsbrücke:
Die Generationsbrücke Deutschland führt Jung und Alt zusammen. Es regelmäßige Begegnungen zwischen Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen bzw. Begegnungsstätten einerseits sowie unseren Schulkindern andererseits initiiert und angeleitet. Unser Konzept setzt auf aktive Beschäftigung miteinander. Unser Ziel ist es, die Lebensfreude aller Beteiligten zu erhöhen. Beide Generationen profitieren davon: Für die alten und pflegebedürftigen Menschen bringen die Aktivitäten so viel positive Abwechslung und Freude in den Heimalltag wie kaum ein anderes Angebot. Durch den Kontakt mit den jungen Besuchern werden ihre vorhandenen Fähigkeiten gefordert und gefördert. Nicht zuletzt für demenziell veränderte Menschen bedeutet unser Programm, dass sie stärker in unsere Gesellschaft integriert werden. Die Kinder und Jugendlichen wiederum erleben Wertschätzung, Herzenswärme und besondere Zuneigung. Sie können von der Lebenserfahrung der alten Menschen profitieren und lernen frühzeitig, Alterungsprozess, Pflegebedürftigkeit, Demenz und letztlich auch den Tod als normale Lebensumstände zu erkennen. Die Kinder erleben ein neues Selbstwertgefühl und die Vermittlung menschlicher Werte. Vor ihrem ersten Besuch werden die Kinder in ihren Gruppen oder Klassen auf die Begegnungen und Aktivitäten mit den pflegebedürftigen Senioren vorbereitet. (Quelle: Generationsbrücke Deutschland/Konzept)

Unsere Schule nimmt seit dem Schuljahr 2015/16 am Projekt „Generationsbrücke“ teil. Kinder des vierten Schuljahres besuchten im Nachmittagsbereich die KAB Altentagesstätte Brand sowie in diesem Schuljahr vormittags das Marienheim Brand und bieten ihnen somit eine Förderung im intra- und interpersonellen Bereich. So ermöglichen wir unseren Kindern, sich sozial zu engagieren und ihre Kompetenzen im Bereich der inter- und intrapersonalen Intelligenz weiter auszubauen. Gemeinsames Singen, Spielen, Erzählen fördert das Verständnis für ältere Menschen und deren Lebenserfahrung bereichert den Horizont unserer Schülerinnen und Schüler.


KGS Marktschule Brand

Anschrift
Marktstraße 25, 52078 Aachen
Tel.: 02 41 / 52 05 56


Schulleitung
Gabriele Werner-Aretz

Ansprechpartner/-innen
für das Aachener Modell

Ricarda Krings, Susanne Molitor